Science Fiction, Fantasy & Besonderes
Kategorie: Bücher
Fantasy & Comics, Besonderes

The Universe vs. Alex Woods

07.05.2017

Alex Woods knows that he hasn't had the most conventional start in life.
He knows that growing up with a clairvoyant single mother won't endear him to the local bullies.
He also knows that even the most improbable events can happen - he's got the scars to prove it.
What he doesn't know yet is that when he meets ill-tempered, reclusive widower Mr Peterson, he'll make an unlikely friend. Someone who tells him that you only get one shot at life. That you have to make the best possible choices.
So when, aged seventeen, Alex is stopped at Dover customs with 113 grams of marijuana, an urn full of ashes on the passenger seat, and an entire nation in uproar, he's fairly sure he's done the right thing.

Alex Woods weiß, dass sein Start ins Leben als unkonventionell bezeichnet werden könnte.
Er weiß, dass es ihn bei den Schulschlägern nicht besonders beliebt macht, dass er mit einer alleinerziehenden Mutter, die auch noch als Hellseherin arbeitet, aufgewachsen ist.
Er weiß, dass auch die unwahrscheinlichsten Vorkommnisse eintreten können – er hat Narben, die das beweisen.
Was er noch nicht weiß ist, dass er eine ungewöhnliche Freundschaft schließen wird, wenn er den schlechtgelaunten, einsiedlerischen Witwer Mr. Peterson trifft. Jemand, der ihm sagt, dass man im Leben nur eine Chance bekommt. Dass man die bestmögliche Entscheidung treffen muss.
Als der 17-jährige Alex Woods in Dover mit 113 Gramm Marihuana, einer Urne voller Asche auf dem Beifahrersitz und einem ganz Land im Aufruhr gestoppt wird, ist er sich daher ziemlich sicher, das Richtige getan zu haben.


Der Autor

Der Brite Gavin Extence gewann bereits als Kind zahlreiche Schachturniere und nahm auch an internationalen Turnieren in Russland teil, beendete seine Karriere jedoch schnell wieder.

Glücklicherweise widmete er sich zwischenzeitlich dem Schreiben und wurde für seinen Debütroman "The Universe vs. Alex Woods" in Großbritannien direkt mit etlichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Es besteht also durchaus Grund zur Hoffnung, dass dies nicht sein letztes Werk gewesen sein wird.


Das Buch

Das Buch beginnt mit dem Ende der Geschichte: der Festnahme von Alex, die auch schon aus dem Klappentext hervor geht.

Man bekommt zwar einen kleinen Einblick in das Verhalten und einige Besonderheiten der Figur „Alex Woods“, wird aber insgesamt recht verwirrt zurückgelassen.

Der Leser erfährt jedoch schon hier, dass Alex in seiner Entwicklung Gleichaltrigen in einigen Bereichen ein wenig hinterher zu hinken scheint. Gleichzeitig wirkt es aber, als wäre auf einigen Spezialgebieten seinen Altersgenossen - und auch vielen Erwachsenen - weit voraus ist.

Als Ich-Erzähler berichtet Alex mehr über die Hintergründe seiner prägnanten Narben, wieso diese sein Leben signifikant beeinflusst haben und welche weiteren Ereignisse schlussendlich zu der bereits erwähnten Verhaftung mit Drogen und einer Urne geführt haben.

Man erhält einen intensiven Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten und seine Differenzen mit seiner Umwelt. Auch wenn manche Handlung auf den ersten Blick nicht immer vernünftig erscheinen, kann Alex diese immer schlüssig rechtfertigen.

Der Leser gewinnt so schnell neue, zum Teil auch ungewohnte, Perspektiven und kann sich daher hervorragend mit dem Protagonisten identifizieren. Insgesamt wirkt das Werk wie eine (natürlich fiktive) Autobiographie.

It turned out that Mr Peterson’s hobby was writing letters to politicians and, occasionally, prisoners. He was in a special letter-writing club. You had to pay a monthly membership fee and then you got sent the club magazine, which was full of the names and addresses of people all over the world whom you might like to write to, even though most of them never write back.
The politicians were generally too busy or didn’t care for personal correspondence, and the prisoners weren’t often allowed to answer their mail. They were quite lucky that they were allowed to receive mail. Mr Peterson’s letter-writing club was called 'Amnesty International‘.

Die Anzahl der handlungsrelevanten Charaktere ist recht überschaubar, was der Geschichte in meinen Augen zusätzlich die Note einer persönlichen Erzählung verleiht. Jeder, der die "A Song of Ice and Fire"-Romane gelesen hat, wird dafür vermutlich ebenso dankbar sei wie ich es bin.

Im Übrigen sollte noch erwähnt werden, dass sich das Buch im englischen Original sehr gut ohne große Anstrengungen lesen lässt, weshalb ich diese Fassung der Übersetzung in jedem Fall vorziehen würde.

Zusätzlich sorgt der Autor mit Situationskomik immer wieder für kleine Aufheiterungen, wobei die Handlung aber gleichzeitig nie albern oder überdreht wirkt. Im Gegenteil: es werden sehr kontroverse Themen behandelt, die seit vielen Jahrzehnten die Gesellschaft spalten.

Die deutsche Übersetzung erschien im November 2016 unter dem Titel "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder: warum das Universum keinen Plan hat".


Das Fazit

Alex Woods ist ein besonderer Junge und das Hauptthema des Buches eigentlich keine leichte Kost. Dennoch schafft es der Autor, eine (für viele sicherlich neuen) Sichtweise zu in den Fokus zu rücken und den Leser an andere Perspektiven eines „gesellschaftlichen Tabus“ heran zu führen, das früher oder später so viele von uns betreffen wird – ob nun persönlich oder im Bekanntenkreis.

Mir hat diese Kombination besonders gut gefallen und ich freue mich schon, bald das nächste Werk von Gavin Extence in den Händen zu halten.


The Universe vs. Alex Woods
Autor: Gavin Extence
Verlag: Hodder & Stoughton (Januar 2013)
Umfang: 417 Seiten (Printausgabe)
Sprache: Englisch
Format: eBook
Auch als deutsches Hörbuch verfügbar!